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Anlagenmechaniker/-in SHK

Anlagenmechaniker/-in SHK

Beschreibung

Der/die Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) arbeitet in der Montage und Instandhaltung von versorgungstechnischen Anlagen und Systemen. 
Er ist in der Industrie an unterschiedlichen Einsatzorten tätig wie z.B. in Betriebsgebäuden, oder auf Baustellen. Auch installiert er komplexe Wasserversorgungs- bzw. Lüftungssysteme, stellt Wärmeerzeuger auf und nimmt diese in Betrieb. Eine besondere Herausforderung liegt in der  Installation von elektrische Baugruppen und Komponenten, welche zusammengefügt eine hochtechnische Steuerungs- und Regelungseinheit ergeben.  Seine Arbeitsschritte plant der/die Anlagenmechaniker/-in SHK im Voraus anhand technischer Zeichnungen bzw. Arbeitsanweisungen und führt diese unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen selbständig aus, arbeitet aber auch häufig im Team. Nach dem Aufbau der versorgungstechnischen Anlagen weist er den Kunden in die Handhabung der Geräte ein. Neben der Erstellung der Anlagen gehören auch die nachfolgenden Wartungen, Instandhaltungen und Umbauten der Systems zu den Aufgaben des/der Anlagenmechanikers/-in SHK.  Häufig müssen individuelle Lösungen erarbeitet werden, damit die energetische Versorgung der Anlagen gewährleistet ist. Eine schnelle Auffassungsgabe um wichtige Entscheidungen vor Ort zu treffen sind dabei zwingend erforderlich.

Anlagenmechaniker/-in SHK ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Diese bundesweit geregelte Ausbildung wird in der Industrie angeboten. ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Diese bundesweit geregelte Ausbildung wird in der Industrie angeboten.

Galerie

Im Ausbildungszentrum

Am Arbeitsplatz

An der Anlage

Azubi-Statement

Mathias Junge

„Ich bin immer woanders im Einsatz, das ist super interessant“, sagt Mathias, der kurz vor seiner Abschlussprüfung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik steht. Heizungen findet er besonders spannend. Schließlich gehört eine Menge dazu, damit ein Heizkörper auch Wärme erzeugt. Ganze Heizanlagen müssen mit passenden Leitungen, richtigen Wasserläufen, Sicherungen und Schaltungen installiert werden. Der Anlagenmechaniker montiert die Anlagen auf Baustellen und in unterschiedlichen Gebäuden und ist auch für Wartungen und Reparaturen zuständig. Wie das in der Praxis aussieht, hat Mathias in seiner Ausbildung gelernt: In einem großen Hotel hat er einen Heizkessel aufgestellt, eine Wassermangelsicherung installiert und die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage überprüft. In einem Wohnhaus und einem großen Einkaufszentrum war er bei der Wartung der Heizanlage im Einsatz. „Wir konnten in der Ausbildung ganz viel selber machen“, berichtet Mathias, der sich auf jeden Praxiseinsatz gefreut hat. Der zuständige Meister oder ein erfahrener Monteur stand den Azubis natürlich immer zur Seite.
 
Mathias wusste schon nach der neunten Klasse, dass er unbedingt Anlagenmechaniker werden will. „In einem Ferienjob bei einer Sanitär- und Heizungsfirma, habe ich beim Löten zugesehen, war dabei als Heizungsstränge mit einem Ausdehnungsgefäß zum Druckausgleich montiert wurden und wusste schon nach der ersten Woche, das ist genau mein Ding“, erzählt der 20-Jährige. In der zehnen Klasse hat er sich gleich um einen Ausbildungsplatz beworben und beim ersten Versuch Erfolg gehabt. Mit dem mittleren Schulabschluss in der Tasche begann er seine dreieinhalbjährige Ausbildung. „Heute kann ich Löten und habe ein Zertifikat für Solartechnik - das sind Sachen fürs Leben“, sagt der begeisterte Handwerker, der mit Wasserpumpenzangen, Rohrschneidern, Wasserwaagen, Schraubendreher und Hammer ans Werk geht.
 
Die Schule hat ihm bis auf Mathe und Physik nie besonders viel Spaß gemacht. Anders ist es in der Berufsschule, weil die meisten Themen einen praktischen Bezug haben. Nur mit der Theorie von Gasthermen hat er sich anfangs schwer getan. „Aber wenn ich jetzt bei einem Kunden bin, kann ich genau erklären wie die Therme funktioniert“, sagt der begeisterte Fußballspieler. Auch seine guten Mathe- und Physikkenntnisse kann er gut gebrauchen, zum Beispiel um den Bedarf an Rohren für die Installation von Rohrleitungssystemen zu berechnen. Während sich Mathias in seiner Ausbildung und für die Prüfungen für das Spezialfach Heizungstechnik entschieden hat, wählten andere Azubis Sanitär- oder Klimatechnik.