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Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik (HWK)

Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik (HWK)

Beschreibung

Der/die Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik stellt sich den Anforderungen von Dienstleistungen im technischen Gebäudemanagement. Er analysiert die Anforderungen von Nutzern und erfasst Gefährdungspotenziale. 
Er konzipiert Anlagen- und Nutzungsänderungen von technischen Systemen (Energie-, Kommunikations- und Versorgungssysteme) und  führt Umbauten durch oder veranlasst sie. Er kalkuliert Kosten, vergibt Aufträge und nimmt Leistungen Dritter ab. Ebenso prüft er die Funktion von Systemen und Sicherheitseinrichtungen und weist Nutzer/Kunden in die Bedienung technischer Systeme ein. Er inspiziert und wartet Anlagen, nimmt Störungsmeldungen an, erstellt Fehlerdiagnosen und repariert Anlagen und Geräte. Gebäude- und Infrastruktursysteme betreibt er nach Vorschriften, Betreibervorgaben und Nutzerwünschen. Auch überwacht er technische Systeme mit Hilfe von Automatisierungs- und Leitsystemen und führt systematische Fehlersuche durch. Dabei grenzt er Fehler ein und führt Instandsetzungen technischer Einrichtungen durch bzw. überwacht diese, insbesondere auch die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften. Elektroniker/-innen für Energie- und Gebäudetechnik sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften und nutzen moderne PC- und Kommunikationstechnik zur Programmierung und Kontrolle von technischen Systemen. Sie installieren Kommunikations- und Leitsysteme und überprüfen, warten und reparieren Mess- und Regelungstechnik.

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Im Ausbildungszentrum

Am Arbeitsplatz

Azubi-Statement

Marco Jachmann

Einzustellen, in welcher Geschwindigkeit Garagentore auf- und zugehen, die Temperatur von Heizungen und wann sie anspringt und ausgeht – das fasziniert Marco. „Programmieren hat etwas Spielerisches, weil es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt“, sagt der Auszubildende, der sich außerdem für Motor- und Computertechnik interessiert. Kabel verlegen oder Anlagen bauen, ist nicht sein Ding. Als er während eines Praktikums in einem großen Hotel entdeckte, wie vielseitig die Programmierung von Gebäuden ist, wusste er, dass er genau das beruflich machen will. In seiner Ausbildung zum Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme lernt er in Theorie und Praxis wie Funktionen in Gebäuden konzipiert, betrieben und geprüft werden. Die Regelungstechnik praktisch anzuwenden, interessiert ihn dabei besonders.
 
Vermittelt wird in der Ausbildung beispielsweise wie Serien-, Wechsel- und Kreuzschaltungen funktionieren, wie Sicherheitstechnik eingesetzt wird und wie mit speziellen Programmen Anlagen und technische Systeme gesteuert werden. Dazu gehört auch die Konzeption von ganzen Gebäudeleitsystemen, bei denen Fenster, Sonnenschutz, Licht, Heizungen und Fernseher per Fernbedienung genutzt werden. „Der Wechsel von Theorie und Praxis gefällt mir, weil wir so unser theoretisches Wissen gleich anwenden können“, sagt der 23-Jährige. Spannend fand er zum Beispiel das Praxisprojekt Lampenprogrammierung. „Dabei konnten wir ein ganzes Bürogebäude umprogrammieren und die Helligkeit an den Arbeitsplätzen steuern“, berichtet der begeisterte Basketballspieler, der vor der Ausbildung sein Fachabitur gemacht hat. Das Schulfach Elektrotechnik gehörte während des Abiturs nicht gerade zu seinen Lieblingsfächern. „Aber die ganze Theorie und Mathematik war später sehr nützlich, weil ich Schaltpläne lesen konnte“, sagt Marco, der als Kind schon gerne Alarmanlagen gebaut hat.
 
Bis zur Abschlussprüfung sind es nur noch wenige Wochen. Der Azubi lässt diese ziemlich entspannt auf sich zukommen, schließlich hat er sein Lieblingsthema Programmieren als Prüfungsthema gewählt. Nach der abgeschlossenen Ausbildung will er sich unbedingt beruflich weiterentwickeln. Sein Plan ist, erst eine Zeit lang zu arbeiten, um mehr Berufspraxis zu haben und dann entweder seinen Meister zu machen oder ein Studium anzuhängen.