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Mechatroniker/-in Kältetechnik

Mechatroniker/-in Kältetechnik

Beschreibung

Mechatroniker/-innen für Kältetechnik beraten ihre Kunden über technische, ökonomische und ökologische Gesichtspunkte unterschiedlicher Kältesysteme. Sie planen Komponenten von Kälte- u. Klimaanlagen und stellen diese zusammen. Einzelne Anlagenteile, wie z.B. mechanische, elektronische und elektrotechnische Bauteile oder Steuerungseinrichtungen, montieren sie in der Werkstatt vor. Beim Kunden bauen sie die Anlagen dann ein, verlegen Rohre, ummanteln sie mit wärmedämmenden Materialien, installieren elektrische Anschlüsse, programmieren die Steuerungs- u. Regelungseinrichtungen und füllen Kühlmittel ein. Nach der Montage überprüfen die Mechatroniker/-innen die Funktionsfähigkeit und Sicherheit der Anlage, nehmen sie in Betrieb und weisen die Kunden in die Bedienung ein. Darüber hinaus warten und reparieren sie Kältesysteme. Wenn Kunden ihre kälte- u. klimatechnischen Einrichtungen umrüsten und optimieren wollen, unterbreiten Mechatroniker/-innen für Kältetechnik ihnen entsprechende Vorschläge. Zu ihren weiteren Aufgaben gehört es, veraltete Anlagen zu demontieren und z.B. Kältemittel fachgerecht dem Recycling bzw. der Entsorgung zuzuführen.

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Im Ausbildungszentrum

An der Anlage

Azubi-Statement

René Fandrich

„Für jeden ist die Kühltruhe im Supermarkt selbstverständlich, aber kaum einer denkt an die riesigen Kühlanlagen auf dem Dach und die ganze Technik und Energie, die dahinter steckt“, sagt René. Ihn interessiert wie die künstliche Kälte erzeugt wird und welche mechanischen, elektrischen und technischen Einrichtungen gebraucht werden. Deshalb entschied er sich für die Berufsausbildung zum Mechatroniker für Kältetechnik. Wie viele Auszubildende entdeckte auch René seinen Ausbildungsberuf während eines Praktikums. Er lernte die Kältetechnik im Tierpark kennen und war bei der Demontage der Kühlanlagen für das Tierfutter dabei. Da wusste er schnell, das ist genau sein Ding.
 
Welchen Druck können Temperaturen erzeugen? Welche Bedeutung hat die so genannte Thermendynamik bei der Kälteerzeugung? Welche Druckunterschiede müssen in einem Kältekreislauf berücksichtigt werden? Diese Fragen treiben den künftigen Mechatroniker für Kältetechnik in seiner Ausbildung um. „Da ist ganz viel spannende Theorie dabei“, sagt der 24-Jährige begeistert, der sich genauso gerne mit Werkstoffen beschäftigt. „Herauszufinden, wie sich Messing mit Kupfer verträgt und wann zwei Stoffe dicht sind, ist super interessant“, sagt Réne, dem Schweißen weniger liegt. Zu den Themen seiner Ausbildung zählen auch die unterschiedlichen Verfahren der Kälteerzeugung, die zum Beispiel bei Klimaanlagen oder bei der Kühlung elektronischer Schaltanlagen, eingesetzt werden. Der Azubi im zweiten Lehrjahr freut sich schon auf das Thema Verdichtung im dritten Lehrjahr, dann wird unter anderem komprimiertes Gas behandelt.
 
An seinem künftigen Beruf gefällt René auch der Kundenkontakt. Mechatroniker für Kältetechnik beraten Kunden über technischen, ökonomischen und ökologischen Vor- und Nachteile unterschiedlicher Kältesysteme. Sie planen einzelne Komponenten, montieren sie in der Werkstatt vor, bauen ganze Anlagen ein und informieren ihre Kunden über die Bedienung. Gefragt sind dabei sowohl handwerkliche Fähigkeiten als auch fachliches Know-how.
 
Nach dem Abschluss seiner Ausbildung hat René, den es in seiner Freizeit mit dem Fahrrad oft in die Natur zieht, noch viel vor. Um sich beruflich weiterzuentwickeln will er eine Zeit lang im Ausland arbeiten und vielleicht auch noch ein Bachelorstudium in Mechatronik dranhängen. Seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt könnten nicht besser sein: „Das schwarze Brett in der Berufsschule ist voll mit freien Stellen“.